{"id":3189,"date":"2025-10-23T00:55:39","date_gmt":"2025-10-22T22:55:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fsi-psychologie-fau.de\/?p=3189"},"modified":"2025-10-23T00:55:39","modified_gmt":"2025-10-22T22:55:39","slug":"oeffentliche-vorlesungsreihe-vielfalt-der-rechtspsychologie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fsi-psychologie-fau.de\/index.php\/oeffentliche-vorlesungsreihe-vielfalt-der-rechtspsychologie\/","title":{"rendered":"\u00d6ffentliche Vorlesungsreihe &#8211; Vielfalt der Rechtspsychologie"},"content":{"rendered":"\n<p>25.11.2025 ab 19 Uhr via Zoom | &#8222;Vielfalt der Rechtspsychologie &#8211; Putting Science into Practice&#8220; | \u00d6ffentliche Vorlesungsreihe an der Psychologischen Hochschule Berlin (PHB)<br>Wie beeinflussen psychotherapeutische Prozesse Erinnerungen an traumatische Erlebnisse \u2013 und welche Bedeutung hat dies f\u00fcr die Glaubhaftigkeitsbeurteilung im Strafverfahren? Dr. Jonas Schemmel (FernUniversit\u00e4t Hagen) gibt in seinem Vortrag Einblick in aktuelle empirische Befunde zur Entstehung und Ver\u00e4nderung von Erinnerungen im therapeutischen Kontext. Er diskutiert, inwieweit leitliniengerechte Psychotherapie die Aussagezuverl\u00e4ssigkeit ber\u00fchrt und welche Konsequenzen sich daraus f\u00fcr Forschung, Praxis und Ausbildung ergeben. Der Vortrag findet im Rahmen der \u00f6ffentlichen Vortragsreihe \u201eVielfalt der Rechtspsychologie \u2013 Putting Science into Practice\u201c statt und wird webbasiert \u00fcber Zoom angeboten. Die Zugangsdaten erhalten Sie nach der Anmeldung \u00fcber die Website der PHB.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Dr. Jonas Schemmel:<br>\u201ePsychotherapie, Trauma und Glaubhaftigkeit: Forschungsergebnisse und ihre Bedeutung f\u00fcr die Praxis\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>25. November 2025 ab 19 Uhr<br>via Zoom<\/p>\n\n\n\n<p>Virtueller Vortrag im Rahmen der \u00f6ffentlichen PHB-Vortragsreihe &#8222;Vielfalt der Rechtspsychologie &#8211; Putting Science into Practice&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Zugangsdaten zu dieser Veranstaltung erhalten Sie nach der Anmeldung \u00fcber die Website der PHB.<\/p>\n\n\n\n<p>[Zur Anmeldung](<a rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/newslettertogo.com\/6gzdn0br-an5r216f-rbrbhq5u-19x5\">https:\/\/newslettertogo.com\/6gzdn0br-an5r216f-rbrbhq5u-19&#215;5<\/a>&nbsp;&#8222;Button Title&#8220;)<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Vortrag<br>===========<\/p>\n\n\n\n<p>\u201ePsychotherapie, Trauma und Glaubhaftigkeit: Forschungsergebnisse und ihre Bedeutung f\u00fcr die Praxis\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Psychotherapien befassen sich h\u00e4ufig mit potenziell traumatischen Erlebnissen von Patient:innen, die strafrechtlich relevant sind. Gleichzeitig gibt es Bef\u00fcrchtungen, Psychotherapien k\u00f6nnten die Erinnerungen von Patient:innen ver\u00e4ndern, sodass ihre Aussagen strafrechtlich nicht mehr verwendbar sind.<\/p>\n\n\n\n<p>In diesem Vortrag wird Dr. Jonas Schemmel zun\u00e4chst \u00fcber wissenschaftliche Erkenntnisse zur Entstehung falscher Erinnerungen im therapeutischen Kontext referieren und diese einordnen. Zudem werden aktuelle Befunde zu m\u00f6glichen Ver\u00e4nderungen von kontinuierlichen Erinnerungen durch traumafokussierte Verfahren vorgestellt. Es zeigt sich, dass gravierende Erinnerungsver\u00e4nderungen sowie falsche Erinnerungen vor allem in speziellen und nicht leitliniengerechten therapeutischen Settings auftreten d\u00fcrften, bei denen suggestive Aufdeckungsversuche eine Rolle spielen. Im Anschluss werden aktuelle Befunde zum tats\u00e4chlichen Vorkommen problematischer therapeutischer Kontexte in Deutschland sowie zu beobachteten Ver\u00e4nderungen traumatischer Erinnerungen in Psychotherapien referiert. Es zeigt sich, dass leitliniengerechte Psychotherapie die Glaubhaftigkeit im Strafprozess nicht prinzipiell gef\u00e4hrdet, aber das Thema in der therapeutischen Aus- und Weiterbildung pr\u00e4sent sein sollte. Abschlie\u00dfend werden offene Forschungsfragen skizziert.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber den Referenten&nbsp;<br>Dr. Jonas Schemmel ist wissenschaftlicher Mitarbeiter (Post-Doc) an der FernUniversit\u00e4t Hagen im Bereich Pers\u00f6nlichkeits-, Rechtspsychologie und Diagnostik. Zuvor war er Vertretungsprofessor f\u00fcr Rechtspsychologie an der Universit\u00e4t Kassel und leitete die Forschungseinheit \u201eFormen und Folgen abweichenden Verhaltens\u201c am Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen. Von 2017 bis 2022 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Psychologischen Hochschule Berlin. Er promovierte 2021 an der Humboldt-Universit\u00e4t zu Berlin. Seit 2016 ist Dr. Schemmel als forensisch-psychologischer Sachverst\u00e4ndiger t\u00e4tig, insbesondere zur Glaubhaftigkeit von Zeugenaussagen. Er ist Fachpsychologe f\u00fcr Rechtspsychologie (BDP\/DGPs) und hat Psychologie (HU Berlin) und Rechtspsychologie (PHB) studiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Zur Vortragsreihe<br>Die Vortragsreihe &#8222;Vielfalt der Rechtspsychologie &#8211; Putting Science into Practice&#8220; ist eine \u00f6ffentliche Veranstaltungsreihe des [Fachbereichs Rechtspsychologie der PHB](<a rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/newslettertogo.com\/6gzdn0br-an5r216f-s7kj0h2b-1aqb\">https:\/\/newslettertogo.com\/6gzdn0br-an5r216f-s7kj0h2b-1aqb<\/a>), in der namhafte Expert*innen der Rechtspsychologie Themen ihres Arbeitsbereichs vorstellen. Die Veranstaltungen finden virtuell \u00fcber Zoom statt und sind \u00f6ffentlich zug\u00e4nglich.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Vortr\u00e4ge der Reihe k\u00f6nnen zwei Fortbildungsstunden f\u00fcr Fachpsycholog*innen f\u00fcr Rechtspsychologie (BDP\/DGPs) bescheinigt werden. Informationen zu den Bescheinigungen erhalten Sie im Verlauf der Veranstaltung.<\/p>\n\n\n\n<p>Rechtspsychologie an der PHB<br>============================<\/p>\n\n\n\n<p>Der Fachbereich Rechtspsychologie um [Prof. Dr. Renate Volbert](<a rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/newslettertogo.com\/6gzdn0br-an5r216f-yakryg6e-gdj\">https:\/\/newslettertogo.com\/6gzdn0br-an5r216f-yakryg6e-gdj<\/a>) widmet sich in der Forschung unter anderem der Weiterentwicklung von Methoden zur Unterscheidung zwischen erlebnisbasierten und nicht erlebnisbasierten Aussagen. Ein weiterer Fokus liegt auf Befragungsverhalten und -techniken und deren Einfluss auf Zeugen- und Beschuldigtenaussagen.<\/p>\n\n\n\n<p>Vom Fachbereich werden zudem zwei Studieng\u00e4nge angeboten: im Wintersemester 2024\/25 startete neu der [M.Sc. Psychologie: Rechtspsychologie](<a rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/newslettertogo.com\/6gzdn0br-an5r216f-6usyqfvb-zo0\">https:\/\/newslettertogo.com\/6gzdn0br-an5r216f-6usyqfvb-zo0<\/a>), der einen psychologischen Masterstudiengang mit rechtpsychologischem Schwerpunkt darstellt und an einen Bachelorabschluss in Psychologie anschlie\u00dft. Dar\u00fcber hinaus wird seit 2015 ein weiterf\u00fchrender Aufbaustudiengang [M.Sc. Rechtspsychologie: Begutachtung und Intervention](<a rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/newslettertogo.com\/6gzdn0br-an5r216f-7oexiz9y-mhe\">https:\/\/newslettertogo.com\/6gzdn0br-an5r216f-7oexiz9y-mhe<\/a>) angeboten. Dieser Studiengang steht Personen mit Diplom- oder Masterabschluss offen und deckt die theoretischen Anforderungen der Weiterbildung \u201eFachpsychologe \/ Fachpsychologin f\u00fcr Rechtspsychologie\u201c von BDP und DGPs vollst\u00e4ndig ab.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>25.11.2025 ab 19 Uhr via Zoom | &#8222;Vielfalt der Rechtspsychologie &#8211; Putting Science into Practice&#8220; | \u00d6ffentliche Vorlesungsreihe an der Psychologischen Hochschule Berlin (PHB)Wie beeinflussen psychotherapeutische Prozesse Erinnerungen an traumatische 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